Statt Home Office mal wieder ins Büro: Ty Segall setzt für sein neues Album „Chrome“ (Drag City) ganz auf den Kollektivgedanken und das gemeinsame Erarbeiten von Ideen. Dazu holte sich der Kalifornier wieder eine Band ins Studio, schrieb Songs zusammen mit Frau Denée und Kumpel Matt Yoka.
Die Band, eingespielt, alte Freunde aus der Szene, mit den Namen: Ben Boye/Evan Burrows/Mikal Cronin/Emmett Kelly. Entsprechend ist die Spiellaune und Vielfalt. Wir tangieren Punk, Post Punk, Avantgarde und Country Rock. Crazy Horse und Television werden als Einflüsse genannt. Unterschreiben wir.
„Hospital“ gleitet mit einem elegant fiepsigen Groove herein. „She`s like a hospital to me“, großartig! Der Jam steht am Ende, der wiederum ins das tief brummende „Running to Nowhere“ führt. Zeit zum Saurauslassen, „Black Paint“ als früherer Höhepunkt.
„Glass“ macht sich auf den Weg zum Country Rock, der von „Play Cowboys“ in eine klassische Ty Segall-Nummer mitgenommen wird. Wobei klassischen Ty Segall gibt es eh nicht mehr, alles ist möglich. Aber hier erhalten wir die umschmeichelnde Catchiness, die wir von ihm so gerne haben.
Banger, Jams und Sensationen – wer den totalen Freakout sucht, greift zur begleitenden „Love Fuzzz„-EP, die den Rock noch freier galoppieren lässt. Ty Segall und seine Männer sind in gewohnter Form.
Ty Segall – Chrome: Vielseitiger Garage Rock. – RIFL