2024 feierten die Franzosen von SLIFT ihr Sub-Pop-Debüt mit dem Monstrum “ILION”. Acht Songs, aber eine Stunde und 20 Minuten lang. Schwer verdaulich, mitreißend, überwältigend – so die damalige Angelegenheit. Nun kehren SLIFT mit ihrem zweiten Sub-Pop-Album zurück.
“Fantasia” kommt dabei knapper daher, ist etwas länger als eine Dreiviertelstunde. Ein Snack im SLIFT-Universum. Wie die Vorgänger eine Saga, aber halt deutlich pointierter. Auch im Sound, der stellenweise direkten Classic Rock anbietet (“Storm of Wings”).
Nach Anfängen im Psych Rock sind die Franzosen nun schon recht deutlich im metaligen Prog angelangt. Stilecht die Keyboard-Flächen, die auf dem abschließenden “Secret Mirror” an klassische Giallo-Soundtracks erinnern.
Die Energie ist erneut wieder sehr einnehmend. Pink Floyd in aggro, Black Sabbath mit Irokesen. Erst “Waiting Man” lässt ein wenig die Luft raus. Man sehnt sich bei all dem Bombast ein wenig nach lockeren Spielereien. Die gibt es hier kaum.
SLIFT sind am besten live zu genießen. Ihre Platten werden immer mehr zu Brainbugs, die einem das letzte bisschen an Energie aussagen. Großartiger Trip, aber am Ende ist man nur noch Matsch.
SLIFT – Fantasia: Nervenaufreibender Psych Prog – RIFL