Wenn man sich die neue Platte von Telehealth anhören sollte, dann bitte dazu den Pressetext lesen. Der ist wie ein Linkedin-Post und fängt gut die Absurdität dieser Plattform ein. Linkedin-Lunatics, hier seid ihr voll bedient. ROI, B2B, KPIs – MFG, Telehealth. Die 2022 gegründete Band präsentiert sich als Start-Up, das der Flanell-Welt von Seattle mit Esprit und tausenden neuen Ideen entkommen will. Nirvana 3.0, aber dann irgendwie auch nicht.
Denn musikalisch bietet “Green World Image” (Sub Pop) eine solide Basis aus Post Punk und Synthie Pop. Dazu erhalten wir absurden Sprechgesang über die wunderbare Welt der Start-Ups und wie toll es im Allgemeinen ist, in der “Proteinmonster suchen das nächste große Ding”-Gesellschaft zu leben.
Schmunzelnd grooven wir uns ein, gehen dann mit “The Telehealth Shuffle” in die Vollen. Der Rhythmus ist ansteckend, die Drums knallen hart und schieben weirde Spielereien an.
“Kokomo 2”, noch mehr zum Lachen, ein wundervoll absurdes Update zum Schunkelklassiker. “Things I`ve Killed” ist ebenso lustig, ein poppiger Kracher.
Nach dem bissigen “Silver Spoon” stellen sich Wiederholungen ein. Vielleicht hätten es zehn Songs auch getan, aber das wäre wiederum schlecht für den Longtail.
Telehealth – Green World Image: Weird Post Punk – RIFL