Man sollte gehen, wenn es am schönsten ist. Schön ist, dass wir endlich eine LP von den Vypers erhalten haben. Schlecht ist, dass es auch das Ende der Band bedeutet.
Wir haben allerhand in guter Erinnerung, allen voran die „Champion 100„-EP. In den letzten Jahren wurde es jedoch etwas ruhiger um die Kanadier. Ein schleichendes Ende. Was kann der Nachlass?
Die neun Songs haben ihre Wurzeln im Garage Rock, von dort aus geht es in alle Richtungen. Mal ist man näher am Punk, dann wagt man sich zum Grunge vor („Manson“). Classic-Rock-Einschläge gibt es auf „Polar Vortex“, Prog auf „Rain In The Desert“.
Das Album fühlt sich dennoch sehr homogen an. Es ist ein formidables Fuzz-Fest mit vielen guten Stellen. Daher schmerzt es umso mehr, sich nun von den Vypers trennen zu müssen.
Vypers – Vypers: Schönes Abschiedsgeschenk – RIFL