Lena Simon und Glenn Van Dyke wollten mal was komplett anderes machen. Nicht so klingen wie ihre Hauptbands La Luz bzw. BOYTOY, also weg vom surfig-psychedelischen Garage Rock. Dafür gründeten sie Kairos Creature Club. Mit „KCC“ (Greenway) liegt eine erste LP vor, die dann doch wieder vertraut klingt.
Simon und Van Dyke begreifen ihr Projekt als offene Partnerschaft mit befreundeten Künstler:innen. Keine klassische Band sondern mehr kollektives Unterfangen. So klingt „KCC“ auch nach 1001 Einflüssen. Wir haben Dream Pop, Industrial, Hip Hop, Elektro und eben den von La Luz und BOYTOY bekannten Garage Rock.
Mehr Wagnis ist da, zugegeben, schon. „Love Song“ lässt etwa den lockeren Pop in einen tiefen Sumpf kippen. „Self Portrait“ gerät dunkel, roh und brummend, während „Exile“ abgefahren psychedelisch ausfällt.
Minimalistischer Elektro hier, catchy Indie Rock dort, eine eher experimentelle Platte, die aber nie zu herausfordernd wird. Gut, dass sie dieses Wagnis eingegangen sind, wenn es auch nicht allzu viele Hürden nimmt.
Kairos Creature Club – KCC: Anspruchsvoller Indie Rock. – RIFL