Arbeitsverweigerung kann man The Gluts sicherlich nicht vorwerfen. Seit gut zehn Jahren dabei, liegt mit „Bang!“ (Fuzz Club) das bereits fünfte Album vor, nicht mit gezählt Singles, EPs und Live-Alben.
“Like the sound of a single gunshot, straight to the heart”, beschreibt die Band aus Mailand die Platte, die damit einen passenden Titel trägt. Tatsächlich überrascht der energische Opener „Soybeans“. Tritt die Tür auf, ballert herum, ist schnell wieder weg.
The Gluts bedienen die Schnittstelle zwischen Punk und Psych Rock, so auch auf dem neuesten Werk. Catchy Hymnisches driftet plötzlich ins Repetitive weg. Der Titeltrack ist noch sehr direkt, in der Folge verheddern wir uns aber immer wieder in brummendem Strudel.
The Gluts variieren, versuchen mit „Vampire, A Walk At Midnight“ Dramatik hinein zu bringen. Insgesamt eine sehr schwere Platte, die vom leidenschaftlichen Frontman Nicolò J. Campana immer wieder angepeitscht wird. Kaum Leichtigkeit, viele bedeutungsschwangere Gesten. Wucht mit „Sleep Demon“, Stimmung mit „Marble Cats“, soll niemand sagen, dass es hier eintönig wird.
The Gluts – Bang!: Psych Punk, der es ernst meint. – RIFL